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Amsterdam Rotlichtviertel

Die 'Wallen' oder 'Walletjes' sind das bekannteste Bordellviertel Amsterdams. Der Name verweist auf die Verteidigungswälle der mittelalterlichen Stadt. Im Rotlichtviertel, nach den roten Lampen in den Fenstern der Prostituierten auch 'rosse buurt' (Rotlichtviertel) genannt, finden sich zahlreiche Sexshops, Peepshows und Coffeeshops. Historisch erklärt sich seine Lage durch die unmittelbare Nähe zum Hafen.

Die Amsterdamer 'Wallen' konzentrieren sich um die Oude Kerk, in den Gassen und entlang der schönen Grachten zwischen Lange/Korte Niezel, Zeedijk/Nieuwmarkt, Koestraat/St. Jansstraat und Warmoesstraat. Fast alle Grachtenhäuser datieren aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Viertel ist durchaus auch eine beliebte Wohngegend.

Wer sich nicht alleine in die Straßen mit den Damen im Fenster traut, kann sich einer Führung anschließen. Und einmal im Jahr wird, um das schlechte Image des Viertels aufzubessern, ein Tag der offenen Tür organisiert, an dem man einen Blick hinter die Kulissen werfen kann.

Seit Anfang 2008 hat die Stadt Amsterdam begonnen, Häuser aufzukaufen und Rotlicht-Fenster zu schließen, um Menschenhandel, Ausbeutung und andere kriminelle Aktivitäten einzuschränken. Bekannte Mode- und Schmuckdesigner haben sich nun dort einquartiert. Das Viertel soll in Zukunft nicht mehr nur ausschließlich dem Sexgewerbe dienen.

Foto: Wikipedia.


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